Unfallstatistik für Österreich 2004 bis 2008
| Unfallstatistik Österreich | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Unfälle insgesamt | 42657 | 40896 | 39884 | 41096 | 39173 |
| Unfälle mit Motorrädern und Leichtmotorrädern | 3318 | 3296 | 3472 | 3472 | 3217 |
| Getötete bei Unfällen insgesamt | 878 | 768 | 730 | 691 | 679 |
| getötete Motorradfahrer | 98 | 98 | 95 | 96 | 91 |
| verletzte Motorradfahrer | 3442 | 3367 | 3586 | 3587 | 3332 |
Diese Tabelle zeigt die Anzahl der Unfälle in Österreich insgesamt und die Anzahl der Unfälle mit Beteiligung von Motorrädern und Leichtmotorrädern. In den unteren Spalten dann die Verletzten und Getöteten bei diesen Unfälle. Für Österreich kann man sagen, daß es in den letzten Jahren kein eindeutigen Trend nach oben oder nach unten gibt, die Zahl der Unfälle und auch die der Verletzten und Getöteten bleiben etwa auf dem gleichen Level.
Wenn man für 2008 allerdings einmal die Anzahl der Unfälle in Relation zu den Schwerverletzten und Getöteten setzt, kommt man auf folgende Zahlen:
Unfälle gesamt 3423 –> 1044 Schwerverletzte + 91 Tote ergibt eine Bilanz von 33%.
Somit hat die Gruppe der Motorradfahrer hier die höchste Quote, selbst Fußgänger liegen mit 24,9% erst an 2. Stelle.
Die zweite Tabelle beschäftigt sich mit den beteiligten Altersgruppen und dem Geschlecht für das Jahr 2008 ( dies bezieht sich nur auf die Fahrer). Zu erkennen ist, daß prozentual gesehen genauso viele Frauen wie Männer bei Motorradunfällen gestorben sind. Daß insgesamt weniger Frauen verletzt oder getötet wurden ist sicherlich damit zu erklären, daß grundsätzlich weniger Frauen Motorrad fahren. Eine Häufung erkennt man in der Altersstruktur zwischen 20 und 59 Jahren. Auch dies sicherlich nicht überraschend. Das 2 männliche Fahrer zwischen 0 und 9 Jahren verletzt wurden erstaunt dagegen etwas.
Verletzte und Getötete Motorradfahrer 2008 nach Altersgruppe und Geschlecht
| Altersgruppe | Männlich verletzt (getötet) | Weiblich verletzt (getötet) |
|---|---|---|
| 00-09 | 2 (0) | 0 (0) |
| 10-19 | 102 (1) | 25 (1) |
| 20-29 | 720 (25) | 123 (4) |
| 30-39 | 652 (15) | 115 (1) |
| 40-49 | 738 (19) | 145 (4) |
| 50-59 | 387 (10) | 66 (2) |
| 60-69 | 194 (7) | 12 (0) |
| 70-79 | 42 (2) | 0 (0) |
| 80+ | 8 (0) | 0 (0) |
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Bezüglich der Mottorradunfälle habe ich leider keine Zahlenreihe aber ich glaube, daß durch die allge wirtschafts und finanzkrise Jugendliche mehr verunfallen, weil sie so wie mit Drogen, Tätlichwerden gegenüber Passanten u.a. aus dem Problem der Arbeitslosigkeit nicht nur depressiv werden sondern auch gegenüber der Gesellschaft deshalb wütend sind, daß sie ihr Leben bereits als Arbeitslose beginnen müssen.
Jedenfalls würde mich die Kohorte 14 bis 29 Jahr interessieren – ob es da im Jahr 2007 und 2008 eine Steigerung gegenüber etwa 2005 oder 2000 gegeben hat.
Wäre für eine Antwort dankbar
Univ.Prof Dr Josef Dézsy jode@utanet.at
Also ich halte es für ein wenig problematisch, von Unfallstatistikzahlen auf Depressionen bzw. den allgemeinen Gemütszustand von Jugendlichen zu schließen. Selbst wenn die Zahl der Unfälle zugenommen hätte, könnte dies ja wirklich die verschiedensten Ursachen haben. Außerdem bezweifle ich, dass Jugendliche, die ihr Leben bereits als Arbeitslose beginnen, sich ein Motorrad leisten können. Die Statistik müsste dann ja auch die Vermögens- und Lebensumstände der Verunglücktem beinhalten, um da überhaupt Rückschlüsse zu ziehen.
Leider habe ich aber keine Daten aus diesen Jahren.